Was könntest du mit 500 € mehr im Monat anfangen?

8 min | 20. Mai 2026

Das Chase Team

Wenn du in der vorteilhaften Position sein solltest, jeden Monat 500 € zusätzlich zur Verfügung zu haben – sei es beispielsweise durch eine Beförderung, die vollständige Abbezahlung des Autokredits oder verringerte Kinderbetreuungskosten – was würdest du mit diesem extra Budget anfangen?

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf 4 unterschiedliche Lebenslagen mit verschiedenen Möglichkeiten – angefangen vom Eintritt in den Jobmarkt, über die Familienphase bis hin zur Phase der finanziellen Stabilität und schließlich der Ruhestandsplanung.

Szenario 1: Wie du deine Ersparnisse als Absolvent:in steigern könntest

Du hast vor Kurzem dein Studium oder deine Ausbildung absolviert und arbeitest nun in deinem ersten Vollzeitjob. Mit deinem neuen Gehalt bist du möglicherweise auf keine finanzielle Unterstützung mehr angewiesen. Im Gegenteil: Nachdem deine monatlichen Lebenshaltungskosten wie Miete, Strom oder Lebensmittel abgedeckt sind, hast du noch Budget übrig. Was nun?
Sollte man während des Studiums BAföG in Anspruch genommen haben, so hat man in der Regel bis zu maximal fünf Jahre Zeit mit der Rückzahlung des Darlehens zu beginnen. Sollte man von seinem Gehalt genug Geld übrig haben, könnte es Sinn machen, die Rückzahlung schon früher vorzunehmen, denn wer sein Darlehen frühzeitig tilgt, bekommt einen Teil der Schulden erlassen. Ausführliche Informationen hierzu bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Wird in neuem Tab geöffnet).

Falls man keinen Studienkredit zurückzahlen muss und sich (noch) nicht mit Investitionen oder langfristigen Verträgen auseinandersetzen möchte, macht es durchaus Sinn, sich einen finanziellen Puffer aufzubauen (finde weitere Details in Szenario 3), sein Geld zur Seite zu legen und für sich arbeiten zu lassen – beispielsweise mithilfe eines Tagesgeldkontos. Hier erhält man nicht nur Zinsen auf die eigenen Ersparnisse, sondern hat jederzeit flexiblen Zugriff darauf. Das Tagesgeldkonto von Chase1 bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, sein Geld aktiv anzusparen und monatlich von Zinsen zu profitieren.

Für langfristig Planende könnte es sich auch lohnen, schon frühzeitig in staatlich geförderte Spar- und Anlageprodukte zu investieren. Das kann im Hinblick auf geplantes Wohneigentum, aber auch für die spätere Altersvorsorge hilfreich sein. Neben den klassischen Möglichkeiten der privaten oder staatlich geförderten Rentenmodellen (z. B. Riester- oder Rürup-Rente, weitere Details hierzu findest du in Szenario 4), die nur unter bestimmten Voraussetzungen Vorteile bringen, bietet ein ETF-Sparplan (Sparplan für börsengehandelte Fonds) zwar keine staatliche Förderung, könnte aber dennoch eine alternative Investition für den langfristigen Aufbau von Eigenkapital sein. Der Vorteil zu den klassischen Spar- und Anlageprodukten: Man hat eine hohe Flexibilität sowohl was die Laufzeit als auch die Einzahlungen angeht. Der Nachteil: ETFs sind mit Kursschwankungen verbunden – sie können also nicht nur im Wert steigen, sondern auch fallen – dessen sollte man sich immer bewusst sein.

Aber unabhängig davon, für welche Form der Investition man sich entscheidet, eine fachgerechte Beratung sollte in jedem Fall in Betracht gezogen werden.

Szenario 2: Wie du wegfallende Kinderbetreuungskosten optimal nutzen könntest

Nicht in allen deutschen Bundesländern ist die Kinderbetreuung kostenlos. Die Regelungen und Kosten können hier je nach Region stark variieren. Wenn die Ausgaben für einen Kindergartenplatz nun aber beispielsweise durch den Schuleintritt des Nachwuchses entfallen, kann das eine spürbare Entlastung für das eigene Portemonnaie bedeuten. Doch wie könnte man das Extrabudget stattdessen nutzen?

Eine erste Möglichkeit könnte sein, dieses Geld auf ein Sparkonto einzuzahlen, wie etwa auf ein Festgeld- oder Tagesgeldkonto. In diesem Fall könntest du von Zinsen profitieren und dein Geld für dich arbeiten lassen. Möchtest du noch langfristiger planen und solltest das Geld nicht für monatliche Ausgaben benötigen, könntest du es alternativ auch, ähnlich wie in Szenario 1, in deine Altersvorsorge investieren. Je nach Anlageform solltest du dir hier jedoch sowohl über die geltenden Investitionsrisiken im Klaren sein als auch darüber, dass du eventuell für einen längeren Zeitraum keinen Zugriff auf dieses Geld hast – die Entscheidung solltest du dementsprechend sorgfältig abwägen.

Falls du Wohneigentum besitzt, könnte eine weitere Möglichkeit sein, dieses Geld für die Abzahlung deines Kredites zu nutzen. Je nach Zinssatz und Laufzeit könnte es durchaus sinnvoll sein, die monatlichen Raten zu erhöhen oder eine jährliche Sondertilgung vorzunehmen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass du dich über die jeweiligen und individuellen Kreditkonditionen informierst, um beispielsweise Entschädigungs- bzw. Tilgungskosten zu vermeiden. Hier könntest du auch überlegen, eine unabhängige finanzielle Beratung in Anspruch zu nehmen (hierfür können allerdings Gebühren anfallen), um deine individuelle Situation angemessen einschätzen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können. Bitte beachte, dass wir als Chase diese Unterstützung nicht anbieten und keine finanziellen Empfehlungen abgeben.

Szenario 3: Wie du deinen finanziellen Puffer aufbauen könntest

Dieses Szenario ist eine gute Option für Menschen jeden Alters.

Hast du ein leicht zugängliches Sparkonto eingerichtet und bereits einen finanziellen Puffer aufgebaut? Dieser Notgroschen sollte im Idealfall groß genug sein, um deine Fixkosten für etwa 3–4 Monate zu decken, damit du im Falle eines plötzlichen Jobverlustes genügend Reserven zur Verfügung hast. Auch für unerwartete Ausgaben ist es ratsam, Budget zurückzulegen, wenn z. B. eine größere Autoreparatur ansteht oder eine neue Waschmaschine fällig wird.

Nachdem dein Notgroschen eingerichtet ist, lohnt es sich durchaus, auch über die langfristigen finanziellen Ziele nachzudenken. Wann möchtest du z. B. in den Ruhestand gehen? Wieviel Geld benötigst du, um deine Lebenshaltungskosten zu decken, wenn du aufhörst zu arbeiten? Wird deine gesetzliche Rente ausreichen? Oder, falls du selbstständig bist: Wieviel Geld solltest du monatlich fürs Alter zur Seite legen und ggf. in eine private Rentenversicherung einzahlen?

Wie hoch dein Rentenanspruch ist und viele weitere hilfreiche Informationen zum Thema Altersvorsorge findest du auf der Website der Deutschen Rentenversicherung (Wird in neuem Tab geöffnet). Diese helfen dir abzuwägen, ob eine zusätzliche und private Rentenversicherung sinnvoll für dich ist oder ob du dein Geld langfristig anderweitig investieren möchtest.

Szenario 4: Wie du deine Rente aufstocken könntest

Die eigene Rente hängt von verschiedenen Faktoren ab: Unter anderem von deinem Renteneintrittsalter, der Art deiner Rente (z. B. Regelaltersrente, Erwerbsminderungsrente, Witwenrente usw.) und deinen Rentenpunkten. Fakt ist: Je länger du arbeitest und je mehr du in die gesetzliche Altersvorsorge einzahlst, desto höher sind am Ende deine Rentenbezüge.

Setzt man sich nun ein wenig ausführlicher mit dem Thema Rente auseinander, wird eines schnell deutlich: Die gesetzliche Rente bildet zwar eine Basis für die Altersvorsorge, reicht jedoch allein nicht zwingend aus, um seinen bisherigen Lebensstandard auch im Alter aufrechtzuerhalten. Falls du es dir finanziell leisten kannst, könnte es also durchaus sinnvoll sein, deine Rente zusätzlich aufzustocken. So könntest du beispielsweise in deine private Altersvorsorge oder auch in deine gesetzliche Rente investieren.

Solltest du dich für eine private Altersvorsorge entscheiden, gibt es verschiedene Modelle:

  • Riester-Rente: Kurzgefasst ist die Riester-Rente eine staatlich geförderte Altersvorsorge, die eher an Berufseinsteigende, geringer verdienende Angestellte und Familien mit Kindern gerichtet ist. Sie bietet Zulagen (Grund- und Kinderzulagen) sowie Steuervorteile, muss aber bei Auszahlung im Rentenalter versteuert werden.
  • Rürup-Rente (Basisrente): Kurzgefasst ist die Rürup-Rente eine Form der Altersvorsorge, die vor allem für Selbstständige und Freiberufler sowie gut verdienende Arbeitnehmer:innen geeignet ist, da sie steuerlich absetzbar ist und keine staatlichen Zulagen bietet. Wichtig zu beachten ist, dass der Rürup-Vertrag unkündbar ist und dein Geld fest angelegt ist. Genau wie bei der Riester-Rente muss die Auszahlung im Rentenalter versteuert werden.
  • Private Rentenversicherung: Kurzgefasst, bietet die private Rentenversicherung eine flexible Möglichkeit, zusätzlich für das Alter vorzusorgen. Es gibt verschiedene Modelle von klassischer, über index- bis hin zur fondsgebundenen Rentenversicherung. Sie kann individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, bietet aber keine staatliche Förderung.

Für jede der genannten Vorsorgemodelle gilt, dass sie mitunter sehr komplex sind und ihre eigenen Vorteile und Bedingungen, aber auch Einschränkungen und Nachteile haben können, weswegen eine gründliche und individuelle Recherche unabdingbar ist, um das richtige und passende Produkt für sich auszuwählen. Wichtig zu beachten ist außerdem, dass die Steuervorschriften je nach individuellem Status variieren und sich ändern können. Es könnte daher ratsam sein, eine Steuerberatung in Anspruch zu nehmen, um die optimale Strategie für die eigene Altersvorsorge zu finden.

Solltest du dich gegen eine private Altersvorsorge und stattdessen für die Aufstockung deiner gesetzlichen Rente entscheiden, so kannst du beispielsweise auch freiwillige Sonderzahlungen in deine gesetzliche Rentenversicherung vornehmen. So könntest du deine Rentenpunkte erhöhen, indem du welche dazu kaufst und damit beispielsweise Abschläge durch früheres Renteneinstiegsalter ausgleichen. Dies ist ab einem Alter von 50 Jahren möglich. Ausführliche Informationen zum Thema Rente und Möglichkeiten der Altersvorsorge bietet die Deutsche Rentenversicherung. (Wird in neuem Tab geöffnet)

Unabhängig davon, welches Szenario möglicherweise auf dich zutrifft oder welche der Optionen zu deinen Lebensumständen passt: Mit einem Budget von 500 € im Monat kannst du schon heute wichtige finanzielle Entscheidungen für deine zukünftigen Pläne gestalten.

Der Blog ist als Wissensportal gedacht, um Informationen zu einer Vielzahl von Themen bereitzustellen, einschließlich Finanzprodukten. Artikel können sich auf Produkte und Dienstleistungen beziehen, die Chase Deutschland derzeit nicht anbietet. Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar.

publicWebsite.superscript.footnote.accessibilityLabel1 Kund:innen müssen volljährig sein, Wohnsitz und Steueransässigkeit in Deutschland, deutsche Handynummer erforderlich, für Auszahlungen benötigen Kund:innen ein Referenzkonto mit einer deutschen Bank, weitere Bedingungen.