Unerwartete Kosten im Alter – was du schon jetzt tun kannst

6 min | 20. Mai 2026

Das Chase Team

Machen wir uns nichts vor: Für die meisten von uns vergeht die Zeit wie im Flug. Unsere Teenagerjahre und die Zwanziger sind nur noch vage Erinnerungen, die Dreißiger erscheinen uns wie ein kurzer Augenblick und plötzlich blicken wir auf die Phase des „mittleren Alters". Auch wenn natürlich das allgemeine Ziel ist, ein möglichst langes und erfülltes Leben zu führen, kann das Älterwerden womöglich unvorhergesehene Kosten mit sich bringen. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig mit den potentiellen finanziellen Herausforderungen auseinanderzusetzen und schon jetzt zu überlegen, wie man sie im Alter bewältigen kann.

Wie du das Älterwerden finanzierst

Vorausschauendes Denken und rechtzeitige Planung ermöglichen es uns, die Herausforderungen und Komplexität unserer Lebensumstände besser zu bewältigen. Bevor wir uns aber mit einigen konkreten Kosten befassen, die mit dem Älterwerden einhergehen, ist es ratsam sicherzustellen, dass man bereits im Hier und Jetzt die richtigen Grundsteine dafür legt. Wenn du das bisher noch nicht getan hast, könntest du etwa damit beginnen, regelmäßig Geld auf ein leicht zugängliches Sparkonto zu überweisen. Ein Tagesgeldkonto könnte hier z. B. eine passende Option sein, denn du hast jederzeit Zugriff auf dein Erspartes, aber gleichzeitig erhältst du regelmäßig Zinsen auf dein Geld. Solche Rücklagen bieten dir einen wichtigen Puffer, um erwartete oder unerwartete Ausgaben leichter abzufedern. Dieser Puffer sollte ungefähr drei bis sechs Monate deiner Lebensunterhaltskosten abdecken – versuche ihn regelmäßig aufzustocken, da die allgemeinen Lebensunterhaltskosten stetig ansteigen (vgl. Statistisches Bundesamt, 2025 (Wird in neuem Tab geöffnet)).

Für andere sorgen

Wenn wir Glück haben, kann ein langes Leben bedeuten, dass wir viele geliebte Menschen um uns herum haben, mit denen wir einen großen Teil dieser wertvollen Zeit verbringen können. Im mittleren Alter haben viele möglicherweise Kinder, die in die Ausbildungs- oder Studienphase eintreten und finanzielle Unterstützung brauchen. Doch mit welchen Kosten sollte man hier in etwa rechnen?

Staatliche Universitäten in Deutschland erheben zwar keine klassischen Studiengebühren – das bedeutet aber nicht, dass ein Studium nicht trotzdem mit Kosten verbunden ist. Semesterbeiträge, potentielle Umzugskosten oder die Anschaffung von Lehrmitteln können sich schnell summieren – Lebenshaltungskosten sind hier noch nicht mit eingerechnet. Laut einer 2025 veröffentlichten Umfrage von Statista zu laufenden Ausgaben für ein Studium in Deutschland (Wird in neuem Tab geöffnet) kam man 2022 im Laufe eines Universitäts-Bachelorstudiums in Regelstudienzeit auf durchschnittliche Kosten von rund 47.700 €.

Und wenn die Kinder erstmal flügge werden und ausziehen, möchte man sie möglicherweise bei der Ersteinrichtung oder bei der ersten Mietkaution unterstützen. Die durchschnittlichen Kosten hängen von mehreren Faktoren ab, aber in der Regel liegen sie zwischen 2.000–3.000 €.

Wer traditionell eingestellt ist, möchte vielleicht auch die Kosten für die Hochzeit seines oder seiner Kinder übernehmen. Laut Umfrage von Statista zu wie viel Brautpaare für ihre Hochzeit ausgeben (Wird in neuem Tab geöffnet), lagen die durchschnittlichen Kosten im Jahr 2024 bei ca. 15.000 €.

Neben der finanziellen Unterstützung des Nachwuchses muss man möglicherweise auch Kosten für die Pflege seiner Eltern oder Angehörigen berücksichtigen. Je nach eigenem Einkommen können hier sogar Leistungsansprüche wie z. B. der sogenannte Elternunterhalt geltend gemacht werden, falls die Kosten für die benötigte Pflege nicht allein von den Eltern bzw. Angehörigen getragen werden können.

Für sich selbst sorgen

Nachdem wir uns den potentiellen Kosten für unsere Nahestehenden gewidmet haben, sollten wir nun einen Blick auf die Ausgaben werfen, die uns persönlich früher oder später betreffen könnten.

Viele Menschen bemerken in den frühen 40ern eine Veränderung ihres Sehvermögens. Dieses Phänomen wird als Presbyopie oder auch Alterssichtigkeit bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine natürliche Verschlechterung der Sehfähigkeit im Nahbereich, oder einfacher ausgedrückt: Im Alter wird man weitsichtiger. Daher schadet es nicht, wenn man seine Augen rechtzeitig und regelmäßig auf seine Sehfähigkeit überprüfen lässt und sich bei Bedarf eine Brille anschafft.

Sehtests sind bei vielen Optikern kostenlos. Viele Krankenkassen übernehmen je nach Test und Aufwand auch die Kosten bei Augenärzt:innen. Hier ist es also ratsam, sich zu informieren und seine Optionen zu prüfen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Ansonsten kann es passieren, dass sich die Kosten schnell summieren. So können Sehtests je nach Optiker zwischen 20–30 € kosten, Brillenfassungen zwischen 15 € bis weit über 100 €, insbesondere wenn man sich für eine Designerbrille entscheidet, und die Kosten für Gläser liegen zwischen 15–300 €.

Und genau wie bei unseren Augen, können mit zunehmendem Alter auch andere Erkrankungen auftreten, wie z. B. Diabetes oder Bluthochdruck. Dies könnte eine regelmäßige Einnahme von Medikamenten bedeuten, bei denen ggf. wiederkehrende Zuzahlungen anfallen. Auch eine Verschlechterung des Hörvermögens ist nicht selten – bei manchen tritt sie früher auf, bei anderen später. Aber sollte man an den Punkt kommen, wo man auf Hörgeräte angewiesen ist, übernimmt die Krankenkasse zwar die Kosten, allerdings nur für das medizinisch notwendige Grundgerät. Dann können Zuzahlungen von bis zu 2.000 € anfallen, sollte man sich für ein Hörgerät entscheiden, das beispielsweise höherwertig oder kleiner als ein Standardmodell ist.

Für die Zukunft sorgen

Wir alle hoffen auf eine lebenslange einwandfreie Gesundheit und Vitalität – nichtsdestotrotz ist es immer eine gute Idee, sich so gut wie möglich auf eine unvorhersehbare Zukunft vorzubereiten. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist, sich im Alter zu verkleinern, beispielsweise wenn die Kinder aus dem Haus sind.

Ein solcher Umzug ist jedoch nur dann finanziell sinnvoll, wenn das neue, kleinere Zuhause tatsächlich auch günstiger ist und man nicht stattdessen mitten ins Stadtzentrum in eine der teuersten Lagen zieht. Auch Nebenkosten sollte man vorher genau überprüfen, wenn man beispielsweise von einem Neubau in einen Altbau oder von einem Einfamilienhaus in eine Wohnung ziehen sollte.

Wenn man aber an Ort und Stelle bleibt und sich gegen einen Umzug in ein kleineres Zuhause entscheidet, kann es mit der Zeit schwieriger werden, sich in den eigenen vier Wänden fortzubewegen. Sollte man weniger mobil werden, könnten bauliche Änderungen hin zur Barrierefreiheit notwendig werden. Handläufe in Fluren oder bei kürzeren Treppen, Handgriffe in der Dusche oder neben der Badewanne könnten hier erste Initiativen sein, die natürlich Geld kosten. Das Bundesministerium für Gesundheit bezuschusst Wohnungsanpassungen (Wird in neuem Tab geöffnet) je nach Pflegegrad mit bis zu 4.000 €, aber je nach Material, Länge und Platzierung könnten die anfallenden Kosten den Zuschuss übersteigen.

Was deutlich wird, ist, dass das fortgeschrittene Alter verschiedene Herausforderungen mit sich bringt, sowohl in persönlicher als auch finanzieller Hinsicht. All diese in diesem Artikel erwähnten Ausgaben stellen dabei lediglich mögliche Szenarien dar und sind nicht als definitive oder finale Kosten anzusehen. Nichtsdestotrotz veranschaulichen sie die Wichtigkeit, eigene Ersparnisse zu haben und frühzeitig mit dem Sparen anzufangen. Ein Sparkonto bietet in diesem Zusammenhang eine einfache Möglichkeit, regelmäßig Geld zur Seite zu legen und es nebenbei für sich arbeiten zu lassen.

Du bist auf der Suche nach einem passenden Ort für dein Geld? Dann entdecke das Tagesgeldkonto von ChasepublicWebsite.superscript.footnote.accessibilityLabel1. Zahl ganz unkompliziert deinen Wunschbetrag ein – wir berechnen deine Zinsen täglich und zahlen sie dir monatlich aus.

Der Blog ist als Wissensportal gedacht, um Informationen zu einer Vielzahl von Themen bereitzustellen, einschließlich Finanzprodukten. Artikel können sich auf Produkte und Dienstleistungen beziehen, die Chase Deutschland derzeit nicht anbietet. Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar.

publicWebsite.superscript.footnote.accessibilityLabel1 Kund:innen müssen volljährig sein, Wohnsitz und Steueransässigkeit in Deutschland, deutsche Handynummer erforderlich, für Auszahlungen benötigen Kund:innen ein Referenzkonto mit einer deutschen Bank, weitere Bedingungen.